SCRIPTO Workshops & Tagungen

SCRIPTO Tagung Erlangen (STE)


Bibliotheken im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
Erlangen, 5. bis 7. Dezember 2018


Bibliotheken sind nicht nur Aufbewahrungsorte für Bücher, sondern komplexe Institutionen, welche das neuralgische Zentrum von Kommunikationsnetzen bilden. Das gilt auch für das Mittelalter und die Frühe Neuzeit. In der Zeit von der Spätantike bis zur Frühmoderne veränderten sich Bibliotheken nicht nur, was ihren Inhalt angeht – ihre Organisation und Funktion wandelte sich ebenfalls radikal. Mit der Einführung des Buchdrucks musste zudem eine mediale Revolution bewältigt werden. Die mit international anerkannten Fachleuten besetzte SCRIPTO Tagung zeichnet die Entwicklung des Bibliothekswesens von den Karolingern bis zu den Humanisten nach und schenkt besondere Aufmerksamkeit den involvierten Akteuren und ihren Netzwerken. Die Tagung strebt keine Vollständigkeit an, möchte aber durchaus verschiedene, wichtige Typen von Bibliotheken vom 8. bis zum 16. Jh. in ihrem Werden vorstellen.

Die Tagung beginnt am Abend des 5. Dezember mit einem Gastvortrag und der Präsentation von frühmittelalterlichen Handschriften im Original. Am Donnerstag, dem 6. Dezember, führen ausgewiesene Experten ein in Bibliotheken der Bettelorden (Luciano Cinelli), höfische Bibliotheken (Vanina Kopp), Zisterzienserbibliotheken (Thomas Falmagne, Michele C. Ferrari) sowie Bibliotheken der Humanisten und intellektuellen Eliten der Frühen Neuzeit (Nikolaus Henkel, Outi Merisalo). Aus den Beständen der Universitätsbibliothek Erlangen werden ausgewählte Handschriften des fränkischen Zisterzienserklosters Heilsbronn im Original gezeigt.

SCRIPTO-Teilnehmer werden am Freitag, dem 7. Dezember, exklusiv zwei besondere Sitzungen erleben. In Neustadt an der Aisch stellt Prof. Dr. Michele C. Ferrari die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Pfarrbibliotheken vor, bevor die Gruppe die lokale, spätmittelalterliche Pfarrbibliothek in der Kirche St. Johannis in situ besucht. Die Gruppe wird sich dann in die Staatsbibliothek Bamberg (Bettina Wagner) begeben, wo es nicht nur um die dort verwahrte Bibliothek der Augustiner-Chorherren aus Neunkirchen am Brand (Susanne Rischpler), sondern auch die um 1007 von Kaiser Heinrich II. gegründete Bamberger Stiftsbibliothek gehen wird (Stefan Knoch), aus denen ausgewählte Meisterwerke der Buch- und Schreibkunst im Original gezeigt werden. In der Gebühr sind der Besuch aller Vorträge und Bibliotheken, die Fahrt nach Neustadt und nach Bamberg sowie ein Mittagessen am Freitag, dem 7. Dezember, enthalten.

Die Teilnehmer erhalten nach Abschluss des Kurses ein Teilnahme-Zertifikat der FAU Erlangen-Nürnberg, das einen Workload bescheinigt, der max. 5 ECTS entspricht.

Die Teilnehmergebühr beträgt 145 € (Bitte beachten Sie, dass in der Gebühr keine Unterkunft enthalten ist), es stehen nur wenige Plätze zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2018.

Bewerbungsformular zum Herunterladen unter folgendem Link.
Bewerbungen mit Bewerbungsformular und vollständigem Lebenslauf senden Sie bitte postalisch an:

Prof. Dr. Michele C. Ferrari
Friedrich-Alexander-Universität
Mittellatein und Neulatein
Kochstr. 4/3
91054 Erlangen

oder per E-Mail an Dr. Stefan Weber.

Nähere Informationen erhalten Sie am Lehrstuhl für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit der FAU Erlangen-Nürnberg (Ansprechpartner Dr. Stefan Weber).

SCRIPTO Workshop Paris (SWSP)

Le cours est ouvert à toute personne ayant obtenu un degré universitaire en études médiévales, il sera donné en français ou en anglais. A l’heure actuelle aucune date n’ a encore été fixée pour le prochain SWSP.


 

 

Vergangene Veranstaltungen


SCRIPTO Workshop Paris (SWSP)
Culture écrite carolingienne – du 21 au 23 juin 2017


Dans la société carolingienne, l’éciture est une référence constante de l’élite intellectuelle, et il n’est pas surprenant qu’à cette époque les deux sens du mot soient liés de façon étroite. Le cours offrait une introduction aux stratégies textuelles et visuelles du haut Moyen Age carolingien. Une séance avec les trésors manuscrits de la Bibliothèque Nationale de France a permis aux participants une approche directe de l’écriture carolingienne dans toutes ses formes. Le cours etait ouvert à toute personne ayant obtenu un degré universitaire en études médiévales. Il etait organisé en commun par la Chaire de Latin médiéval et de la Renaissance de la Friedrich-Alexander-Universitaet Erlangen (FAU) (Prof. Dr. Michele C. Ferrari) dans le cadre du programme international SCRIPTO et par la BNF. Les séances se dérouleront sous la direction de Michael I. Allen (Université de Chicago), Charlotte Denoël (BNF), Michele C. Ferrari (FAU), Rolf Grosse (Institut historique allemand) et Stefan Weber (FAU).